Industriellenvereinigung Niederösterreich

Mag.a Michaela Roither, Geschäftsführerin

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind die Voraussetzung für Innovation und Wettbewerbsfähigkeit eines jeden Unternehmens. In den nächsten Jahren und Jahrzenten wird uns in diesem Zusammenhang ein Thema besonders beschäftigen: die demographische Entwicklung. Während wir erfreulicherweise immer älter werden, sinkt die Geburtenrate kontinuierlich. Damit einhergehend ist auch die Verschärfung des Fachkräftemangels, der uns vor existenzielle Herausforderungen stellt: Fehlen die qualifizierten Fachkräfte, können Wachstumschancen nicht genützt und Wettbewerbspositionen nicht ausgebaut werden. Unternehmen profitieren von Diversität, unterschiedlichen Fähigkeiten und Talenten. Aus Sicht der Industrie ist es daher unerlässlich, das gesamte heimische Arbeitskräftepotenzial optimal zu nutzen. Die bestmögliche Integration sämtlicher erwerbsfähiger Gruppen unserer Gesellschaft – insbesondere der Frauen – in den Arbeitsmarkt zählt zu einer der vorrangigen gesellschafts- und wirtschaftspolitischen Herausforderungen der Gegenwart. Für den Wirtschaftsstandort Niederösterreich bedeuten qualifizierte und flexible Arbeitskräfte einen entscheidenden Standortvorteil im globalen Wettbewerb. Daher unterstützt die Industriellenvereinigung Niederösterreich die Initiative zur elternorientierten Personalpolitik. Diese leistet einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf aber auch zur Gleichstellung von Männern und Frauen im Erwerbsleben.

Fotocredit: IV/Andi Bruckner

Österreichische Lotterien Ges.m.b.H.

Mag.a Bettina Glatz-Kremsner. Vorstandsdirektorin
"Es ist kein Geheimnis, dass Menschen Kraft aus dem Familienleben für die .eigene Motivation schöpfen, private Sorgen jedoch ihre berufliche Leistungsfähigkeit einschränken. Umgekehrt beflügeln die im Arbeitsleben erzielten Erfolge das Privatleben, beruflicher Stress aber kann das Familienleben belasten. Es liegt auch in der Verantwortung des Arbeitgebers, für ein ausgeglichenes Verhältnis der beiden Bereiche zu sorgen. Wir als Österreichische Lotterien legen auf diese Ausgewogenheit größten Wert und haben unterschiedliche Arbeitszeitmodelle, wie Gleitzeitregelung ohne Kernzeit, Telearbeit und Zeitausgleichsmöglichkeiten geschaffen. Derzeit liegt der Schwerpunkt auf Gesundheitsvorsorge und Burn-Out-Prävention."

Raiffeisen-Holding NÖ-Wien

Mag. Erwin Hameseder, Obmann
Der Spagat zwischen Beruf und Familie stellt für Eltern eine besondere Herausforderung dar. Studien belegen, dass eine ausgewogene Balance zwischen Familien- und Arbeitsleben eine ganz wichtige Motivation für Arbeitnehmer ist. Für die Unternehmen gilt: Mitarbeiter, die Zeit und Möglichkeit für ein erfülltes Familienleben haben, sind nicht nur zufriedener, sondern oft auch leistungsfähiger als Menschen ohne Familienanschluss.
Nicht nur deshalb, sondern auch weil wir überzeugt sind, dass die Kinder die Zukunft unserer Gesellschaft sind, setzen wir bei Raiffeisen NÖ-Wien seit Jahren konkrete Maßnahmen, damit unsere Mitarbeiter Familie und Beruf gut vereinbaren können.
Sowohl die Raiffeisen-Holding NÖ-Wien als auch die Raiffeisenlandesbank NÖ-Wien sind Träger des staatlichen Gütesiegels „berufundfamilie“.

PwC PricewaterhouseCoopers

Elizabeth Hull, Leiterin Human Capital,
"Gerade in der Beratungsbranche ist es nicht einfach, seinen MitarbeiterInnen persönliche Work-Life Choices, die sich an individuelle Lebensphasen anpassen, zu ermöglichen. Da die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Freizeit für PwC Kern einer nachhaltigen Personalentwicklung bildet, nehmen wir diese Herausforderung gerne an. Mehrere Väterkarenz-Fälle und eine Teilzeitquote von 19% gesamt zeigen unsere Bemühungen, flexibel und innovativ auf Bedürfnisse und Wünsche einzugehen. Damit leisten wir einen Beitrag zur höheren Zufriedenheit und Motivation unserer MitarbeiterInnen und investieren damit langfristig in deren Leistungsfähigkeit und Einsatzfreude. Wir begrüßen diese Initiative zur elternorientierten Personalpolitik und gratulieren der niederösterreichischen Landesregierung dazu."

medienpoint Werbe- und VerlagsgesmbH

Gabriele Gaukel, medienpoint Gabriele Gaukel, Geschäftsführerin
"In meinem Betrieb habe ich von Beginn an auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf geachtet. Ein Großteil meiner Mitarbeiterinnen waren und sind Mütter. Flexible Arbeitszeiten, Teilzeit, Gleitzeit und andere Maßnahmen waren daher ein ebenso wichtiges Thema wie die finanzielle Gleichstellung mit männlichen Kollegen. Auch die MitarbeiterInnengesundheit war mir immer ein großes Anliegen und wurde mit verschiedensten Aktivitäten unterstützt. All das hat medienpoint 2007 zum Bundessieger bei 'TATEN statt WORTE' gemacht – eine große Freude. Selbst seit drei Jahren Mutter, sehe ich, wie gut es Kind und Vater tut, gemeinsam Zeit zu verbringen. Das Familienleben harmonisch mit dem Berufsleben abzustimmen halte ich für essentiell für gesunde, glückliche Familien und zufriedene, motivierte ArbeitnehmerInnen. Zum Wohle unserer Gesellschaft und unserer Wirtschaft unterstütze ich daher ganzherzig die Charta zur elternorientierten Personalpolitik."

brainbows informationsmanagement gmbh

Monika Langthaler-Rosenberg, brainbows informationsmanagement gmbhMonika Langthaler
"Familie, Partnerschaft, Kinder – all dies sind höchst private Entscheidungen. Warum soll sich der Staat hier einmischen? Dieses Argument höre ich seit 20 Jahren und es wird durch Wiederholung nicht besser: solange für Frauen der Weg zu einer Kombination von beiden, nämlich einer gelebten Mutterschaft und einer vernünftigen beruflichen Entwicklung unmöglich ist, werden immer mehr Frauen in eine Art 'Gebärstreik' treten. Nur eine verbesserte Kinderbetreuung, bessere Infrastruktur und Rahmenbedingungen auch für die Väter, werden zu einem 'mehr' an Geburten in Österreich führen. Unsere Wirtschaft wird nur weiter wachsen, wenn es zu einer Erhöhung der Frauenerwerbsquote und zu einer Steigerung der Geburtenrate kommt – und unsere Gesellschaft wird von mehr Frauen auch in Führungspositionen nur profitieren!"

EVN NÖ

Mag. Stefan Szyszkowitz, MBA, Vorstandsdirektor

„Die Work-Family-Balance, der Ausgleich zwischen Beruf und Familie, gewinnt in der modernen Arbeitswelt zunehmend an Bedeutung. Um vor allem Personen mit Familienverantwortung die Vereinbarkeit von Beruf und privaten Aufgaben zu erleichtern, bieten wir eine Reihe von speziellen Regelungen und Services. Unter anderem stehen dafür flexible Arbeitszeiten, Teilzeitarbeitsmodelle sowie spezielle Betreuung während der Familien-Karenzzeit und in der Zeit danach für den Wiedereinstieg in die berufliche Tätigkeit zur Verfügung. Auf Wunsch können Betroffene über die gesetzliche Karenzzeit hinaus bis zum 3. Geburtstag des Kindes eine Freistellung zur Kindererziehung in Anspruch nehmen, und das mit Wiedereinstellungszusage.
Um den Wiedereinstieg zu erleichtern, bleibt der Kontakt zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern auch während der Karenzzeit aufrecht. Mehr als 80 % der Mütter und Väter kehren nach ihrer Karenz wieder ins Unternehmen zurück. Alle diese Regelungen gelten selbstverständlich für Mütter und Väter gleichermaßen. Für Väter bietet EVN darüber hinaus aus Anlass der Geburt die sogenannte „Papa Woche“ als besondere Freistellung an.
Diese flexiblen Regelungen bieten Vorteile für Unternehmen und Beschäftigte: Die EVN kann das Wissen qualifizierter Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auch sämtliche Investitionen in ihre Aus- und Weiterbildung über die Phase intensiver Kinderbetreuung hinweg erhalten und nutzen. Die enge Bindung und der Kontakt zum Unternehmen erleichtern es den Betroffenen, ihr berufliches Know-how auf dem aktuellen Stand zu halten, und sichern damit beste Voraussetzungen für einen gelungenen Wiedereinstieg“

Arbeitsmarktservice NÖ

Mag. Karl Fakler, AMS Mag. Karl Fakler. Landesgeschäftsführer
"Das AMS NÖ bekennt sich zur Gleichstellung von Frauen und Männern am Arbeitsmarkt und ist höchst interessiert am Aufbau entsprechender Rahmenbedingungen, die es Müttern UND Vätern ermöglichen, Familie und Beruf zu vereinbaren. Optimale Kinderbetreuungsmöglichkeiten, die den Arbeitszeiten entsprechen, effiziente und praktikable Arbeitszeitregelungen und flexible Arbeits(zeit)modelle unterstützen dieses Ziel. Nachdem Frauen immer noch den Hauptanteil der Familienarbeit leisten, gilt es, Väterkarenz zu forcieren. Die Einkommensschere muss geschlossen werden und Frauen müssen weiter in Führungspositionen vordringen, damit das Argument 'die Person mit dem geringeren Einkommen bleibt zu Hause bei den Kindern' nicht länger zieht. Als attraktiver Arbeitgeber haben wir Chancengleichheit in unserem Unternehmensleitbild und in unserem Gleichstellungsplan verankert und folgende Ziele gesetzt:
1.) Den Anteil von Männern in Elternkarenz, in Teilzeitbeschäftigung und Teilzeitführung zu erhöhen,
2.) Alle Möglichkeiten der flexiblen Arbeitszeitgestaltung im Sinne einer Work-Life-Balance zu nutzen und
3.) Karrierechancen für Frauen und Männer unabhängig von der Arbeitszeit oder einer Berufsunterbrechung zu gewährleisten.
Sowohl AMS-intern wie auch als Organisation, die zwischen Arbeitskräfteangebot und -nachfrage vermittelt, erleben wir die Vorteile und den Nutzen einer elternorientierten Personalpolitik."

AKNÖ - ÖGB-NÖ

KR.in Christa Bogath, Leiterin der AKNÖ-Abteilung Frauenpolitik und ÖGB-NÖ Frauenvorsitzende
"Nur wenn alle EntscheidungsträgerInnen gemeinsam daran arbeiten, bestmögliche Voraussetzungen für berufstätige Eltern zu schaffen, können wir wirkungsvolle Verbesserungen erreichen. Deshalb haben sich AKNÖ und ÖGB NÖ sofort bereit erklärt, die 'Charta zur neuen Vereinbarkeit Eltern – Wirtschaft' zu unterzeichnen und an diesem Projekt mitzuarbeiten. Ich sehe in dieser Initiative nicht nur das Setzen eines gemeinsamen Zeichens, das den gesellschaftspolitischen Umdenkprozess beschleunigen soll, sondern vor allem die aus diesem Projekt hervorgehenden tatsächlichen Verbesserungen und Erleichterungen für ArbeitnehmerInnen, die sich entschließen, eine Familie zu gründen. Dann nur wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen, kann das Beste für Kinder Eltern und auch für die Wirtschaft erreicht werden. Sozialpartnerschaftlich geprägtes Vorgehen, für das wir weit über die Landesgrenzen hinaus bekannt sind, ist auch hier der richtige Ansatz. In einem gemeinsamen Kraftakt von Politik, Wirtschaft und ArbeitnehmerInnen-Interessenvertretungen lässt sich die Problematik der Vereinbarkeit von Elternschaft und Berufsleben lösen. Erst wenn Modelle erarbeitet werden, die Müttern und Vätern ermöglichen, Kinderbetreuung und -erziehungzu gleichen Teilen zu erleben, haben wir unser Ziel erreicht. Denn wir alle werden nicht an den von uns unterzeichneten Papieren gemessen, sondern an den daraus hervorgebrachten Ergebnissen."

Bundes FCG

Monika Gabriel, Bundes FCG-Frauenvorsitzende

Für uns Christgewerkschafterinnen ist die Balance zwischen Familie, Beruf und Freizeitphase sowie die Balance und Partnerschaftlichkeit zwischen Männern und Frauen - und damit gelebte Gleichberechtigung - wichtig. Unser christlich-soziales Wertefundament ist die Basis für diese Form der Balance. Darüber hinaus stellt unser Wertefundament einen Dauerauftrag für soziale Gerechtigkeit dar. Wir übernehmen Verantwortung für das Ganze und stellen den Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns. Daher ist für uns das Modell der Väterkarenz bzw. die Charta zur neuen Vereinbarkeit Eltern – Wirtschaft eine gute Möglichkeit um optimale Rahmenbedingungen für Väter und Mütter für ihre beruflichen und familiären Herausforderungen zu schaffen bzw. diese zu unterstützen. Wertschätzung und elternorientierte Personalpolitik ist für die Work-Life-Balance im Sinne des Arbeitnehmers bzw. der Arbeitnehmerin und des Arbeitgebers unabdingbar und sicherlich zukunftsweisend.

Interessenvertretung der NÖ Familien

Logo Interessenvertretung NÖ Familien Interessenvertretung der NÖ Familien
Zukunftorientierte Unternehmen, Institutionen und Einrichtungen setzen sich schon seit Jahren mit dem Thema Vereinbarkeit Familie-Beruf aktiv auseinander. Denn internationale Studien belegen eindrucksvoll, dass elternorientierte Personalpolitik zu einem wesentlichen Standort- und Wettbewerbsfaktor wird. Bei der Entwicklung von förderlichen Maßnahmen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt, beginnend bei Karenzmanagement bis hin zur Unterstützung bei Pflegeverpflichtungen. Das Land NÖ bietet interessierten ArbeitgeberInnen hochkarätige Seminare während Wettbewerbe wie 'Taten statt Worte' Vorzeigeunternehmen vor den Vorhang bitten.

ERST-UNTERZEICHNENDE DER CHARTA

Die Erstunterzeichnung der Charta fand am 4. Mai 2011 in der Wirtschaftskammer NÖ statt. Lernen Sie Unternehmen und Institutionen kennen, die als Gründungsmitglieder wesentlich zum Entstehen der Charta beigetragen haben: