Wir machen HALBE / HALBE ...

WIR MACHEN HALBE/ HALBE – Elternteilzeit trotz Mehrverdienst meines Mannes ? JA!

Ja, mein Mann verdiente fast das Doppelte von mir.
Ja, mein Mann musste seine Führungsposition zurückgeben.
Trotzdem ging er in Elternteilzeit. Und er wertschätzt jede Minute davon.

Mein Mann, Andreas Schimanko, IT Manager in einem globalen Versicherungskonzern, hat den Schritt gewagt und ist trotz massiven Verdienstentganges in Elternteilzeit gegangen. Weil, so Andreas Schimanko: „Es ein unbeschreiblich schönes Gefühl ist, meinem wichtigsten Projekt in meinem Leben, nämlich meiner Tochter, so viel Zeit widmen zu können.“

Weil es um mehr geht, als nur das Gehalt nach Hause zu bringen...

 

... und weil auch die Frau die Verantwortung für das Familieneinkommen übernehmen kann, weil auch der Vater einem Kind sehr viel mitgeben kann. Weil es aber auch aufgrund der Rahmenbedingungen in Österreich so ist, dass ein Elternteil gezwungen wird, in Teilzeit arbeiten zu gehen, da die öffentlichen Betreuungszeiten es beiden Eltern schwer machen, gleichzeitig Vollzeit zu arbeiten.
Natürlich kann und will sich das nicht jeder leisten. Wir sind „späte“ Eltern, haben viel Vorarbeit geleistet und können hier deshalb auf Rücklagen zugreifen, die uns Flexibilität und den nötigen Rückhalt geben. Wir mussten unsere Prioritäten von Beruf, Karriere und Privatleben nach der Geburt unsere Tochter neu bewerten. Dies half uns, dem Wesentlichen, worum es uns geht in unserem Leben, Familie, Gesundheit und Zeit einen neuen Stellenwert zu geben.
Nicht zuletzt deshalb muss hier die Entwicklung in Richtung gleicher Verdienst für Mann und Frau gehen. Denn es gehört schon viel Idealismus dazu, wenn die Frau die den Hauptbeitrag zum Familieneinkommen leisten muss, trotz bester Ausbildung weniger verdient als der Mann.
Im Sinne der Vereinbarkeit von Beruf und Familie müssen sich auch die Schließzeiten pro Jahr in Kindergarten und in der Schule reduzieren. Die Form einer Ganztagesschule, die dem Tagesrhythmus der Kinder entsprechend vormittags zwischen 8 und 9 Uhr mit dem Unterricht beginnt und verteilt über den Tag bis 17 Uhr kombiniert mit Sport, Erholungsphasen und Musik die Bildungsinhalte und das Lernen vermittelt, wäre ein möglicher Lösungsansatz dazu.
Durch die Einrichtung der Elternteilzeit können wir die Betreuungslücke von jährlich 14 (!) Wochen Ferien abdecken, sowie die Nachmittagsbetreuung - zumindest bis zum 7. Lebensjahr unserer Tochter – übernehmen.
Danach sind auch wir von der prekären Situation betroffen, getrennt auf Urlaub gehen zu müssen, Omas und Opas laufend einzusetzen, unser Kind ins Ferienlager zu entsenden, um eine Versorgung unserer Tochter während der sonst unbetreuten Zeiten zu gewährleisten. Und das, obwohl unser Kind gerne in den Kindergarten und nun zur Schule geht, wir mit der Qualität durchaus zufrieden sind und es deshalb umso mehr schade finden, dass solch eine hochwertige Betreuung nicht das ganze Jahr über für Familien zur Verfügung steht.
Mein Mann und ich sehen uns sowohl hinsichtlich der beruflichen Karriere als auch hinsichtlich der Aufgaben in der Familie als gleichberechtigt. Es sollte in einer modernen Gesellschaft möglich sein, dass dies auch für beide Eltern ohne Gehaltseinbußen, ohne Karriereknick und ohne organisatorische Hindernisse lebbar ist.

Mag.a Karen Fanto M.S.: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! Andreas Schimanko: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

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